Membrane- Pflege und Waschen

Membrane- das Wunderkind

Bei einer Membrane handelt es sich um ein synthetisches Gewebe.Sie macht einfach alles mit. Sie ist atmungsaktiv und gleichzeitig wasserdicht, sodass Körperfeuchtigkeit zwar nach außen entweichen kann, aber Nässe von außen nicht eindringen kann. Es wird für Sport-, Wetter- und Outdoorbekleidung verwendet .

Unsere Produkte mit Membran werden aus hochtechnischen Materialien hergestellt. Damit sie ihre funktionellen Eigenschaften nicht verlieren benötigen sie eine angemessene Pflege. Bekleidungen mit Membran nicht zu waschen, ist genauso fatal wie beim Auto keinen Ölwechseln zu machen, wenn man es dauerhaft und intensiv nutzen möchte! Die Pflege ist abhängig von den verwendeten Ober- und Futterstoffen, ein Blick auf das Pflegeetikett ist also das A und O.

Warum? – Unabhängig von der Sportart nimmt jede Kleidung während des Sports Schweiß, Hautschüppchen, 
Talg und Fett sowie Partikel von Kosmetika (Deo, Parfüm, Bodylotion, Sonnencreme) auf. Der menschliche Körper schwitzt laufend Feuchtigkeit mit Mineralien aus. Diese Feuchtigkeit soll von einem Textil mit Membran nach außen gesogen werden, um den Körper trocken zu halten. Nur was passiert nun zum Beispiel mit den Salzkristallen, die sich in diesem Dampf befinden? Sie setzen sich auf der Jacke (im Inneren) ab, da sie in der Regel größer sind als die „Öffnungen“ in der Membran. Salze sind sehr aggresiv und greifen mit der Zeit das Material an, wodurch es porös wird und kaputt gehen kann.

Hinzu kommt auch Schmutz aus der Luft wie Rauch, Ruß, Staub, Aerosole, sowie auch Feinstaub beim Abrieb von Autoreifen. Der Schmutz verursacht einerseits ein hygienisches Problem und andererseits ein funktionales, wenn er sich an den Fasern festsetzt. Da hilft auch kein Imprägnieren mehr. Also, wenn jemand sagt: Eine Membran Jacke darf nicht gewaschen werden, ist nicht ganz richtig und du hast nicht lange Freude daran.

Wie pflege ich meine Membrankleidung nun richtig? – Unsere Jacken und Hosen mit einer Membrane kannst
du problemlos bei 30°C in der Waschmaschine waschen. Dabei sind unbedingt die Pflegehinweise im Kleidungsstück
zu beachten. Das Waschen ist zum einen für die Atmungsaktivität wichtig damit die Membran nicht verschließt als auch für die Langlebigkeit. Grundsätzlich empfehlen wir ein spezielles Waschmittel für die Reinigung zu benutzen. Alternativ kann man aber auch Feinwaschmittel in flüssiger Form nehmen, dabei ist aber folgendes zu beachten: einige dieser Feinwaschmittel enthalten Weichspüler und das ist ein absolutes NO-GO. Je nach Gebrauch der Bekleidung sollte man sie waschen: lieber öfter mit wenig Waschmittel als selten mit viel Waschmittel.

Für das Waschen in der Maschine sind ein paar Regeln zu beachten: Pro Waschmaschinenfüllung nicht mehr als
drei Hosen oder Jacken waschen, sonst wird die Trommel zu voll. Drehen sie die Stücke nach Möglichkeit auf links und schließen Sie alle Klett- und Reißverschlüsse vor dem Waschen da diese sonst Schäden an den  Bekleidungsstücken anrichten könnten. Auf das Schleudern sollte man verzichten! Besser ist es, die Sachen auf Schonstufe (Ettikett im Kleidungsstück beachten!) im Trockner oder besser noch, auf einem Bügel über der Badewanne oder im Schatten zu trocknen. Die Bekleidung dabei niemals nass in die Sonne hängen!

Muss ich Imprägnieren? – Im Neuzustand sind alle unsere Membrankleidungen imprägniert. Das dient nicht der
Wasserdichtigikeit (das übernimmt ja die Membrane), sondern dem Schutz des Materials. Die Imprägnierung dient
für die Atmungsaktivität, etc. Durch die Imprägnierung wird ein Abperleffekt gegen Schmutz und Wasser erzeugt.
Letztlich wirkt der mit Wasser vollgesogene Oberstoff wie eine Dampfsperre: Der am Körper entstehende Wasserdampf kann nicht mehr raus, das Wasser kondensiert an der Innenseite der Jacke, man wird nass und denkt, 
die Membranjacke wäre undicht. Dabei handelt es sich um eine totale Blockade des Wasserdampfdurchgangs.

Wann muss ich nachimprägnieren? – Diese Schutzschicht nutzt sich beim Tragen nach und nach ab. Du merkst, 
wenn das Wasser nicht so gut von der Oberfläche abperlt, dann musst du imprägnieren.

Was für eine Imprägnierung? – Richtiges Imprägnieren ist ebenfalls wichtig. Es gibt zwei Arten von Imprägnierung: die Sprühimprägnierung und die Waschimprägnierung. Vorteil der Wasch- bzw. Tauchimprägnierung ist, ich erreiche damit auch wirklich jede Stelle. Das hat auch ein Nachteil: Man imprägniert damit auch die Innenseite und das verringert die Atmungsaktivität. Deshalb ist eine Sprühimprägnierung besser, diese kann ich gezielt außen aufbringen und gleichmäßig verteilen. Nachteil ist hier, dass man eine Stelle übersehen kann. Ein besseres Ergebiss erzielt man, wenn die Bekleidung im nassen Zustand imprägniert wird, so können sich die Moleküle gut verteilen.

Fazit:

  • regelmäßig waschen mit gleichen Farben zusammen, mehrfarbige Kleidungsstücke nach dem Waschen aus der Maschine nehmen und am besten auf einem Bügel trocknen 
  • Zuviel Waschmittel schadet den Textilien. Je empfindlicher ein Textil ist, umso mehr Wasser sollte man zum Waschen nehmen 
  • imprägnieren im nassen Zustand
  • Keine feuchte Kleidung unterschiedlicher Farbe zu lange aufeinander liegen lassen da sie sich sonst verfärben kann
  • Weichspüler ist tabu – der Weichspüler lässt die Fasern aufquellen.
  • Sonne ist für Textilien schädlich! Wäsche immer im Schatten trocknen lassen. Die aggressiven UV-Strahlen beschädigen die Textilien besonders in nassem Zustand, wenn die Sonneneinstrahlung um ein Vielfaches verstärkt wird
  • zu starkes schleudern – durch die hohe Kompression, kann das Material gequetscht werden und Haarrisse bekommen und dadurch kaputt gehen. Auch die bandversiegelten Nähte könnten kaputt gehen
  • Sollte deine Pinea-Produkt mit Membran mit Salz- bzw. Meerwasser in Berührung kommen, weil du es
    zum Segeln o.ä. nutzt, dann spüle es hinterher einmal komplett mit kaltem  Wasser ab, damit das Salz nicht auf dem Material verbleibt. 

Warum Waschmaschinen Pflege? – Waschmaschine braucht einen Reinigungsgang ohne Wäsche, um Ablagerungen von Waschmittel und sonstigem Schmutz wieder loszuwerden. Wenn du deine Waschmaschine nicht gereinigt hast, sollte man einen zweiten Spülgang für deine Regenbekleidung machen. Das letzte, was wasserdichte Produkte gebrauchen können, sind Waschmittelreste, die sie aus der Waschmaschine mitnehmen.

Haushalt Tipps für waschen:
Hier findest Du Tipps, wie Du selbst hartnäckige Outdoor-Flecken wieder aus Deiner Bekleidung bekommst. Achte immer zwei Sachen: Mit aggressiven Säuren und chemischen Mitteln solltest Du vorsichtig umgehen, um die Membrane nicht zu schädigen. Teste alle Mittel unbedingt in einer unauffälligen Stelle!!!!

Gras, Pollen & Harz entfernen
Grasflecken gehen unter anderem mit Kern- oder Gallseife oder auch mithilfe eines leicht aufgeschlagenen Eiweißes heraus: Trage das Mittel Deiner Wahl auf den Fleck auf, reibe es ein wenig ein und wasche das Textil gut aus. Verschwindet der Fleck nicht ganz, behandle ihn mit einer Mischung aus Essig und Wasser und wasche das Kleidungsstück danach wie gewohnt in der Waschmaschine (unbedingt davor an einer unauffälligen Stelle testen!).

Bei Blütenstaub und Pollen solltest Du auf keinen Fall Wasser benutzen oder am Fleck herum reiben. Stattdessen klopfst oder saugst Du zuerst so viel wie möglich von den winzigen Teilchen ab, ein Klebestreifen kann dabei behilflich sein. Reste im Gewebe entfernst Du vorsichtig mit etwas Spiritus (unbedingt davor an einer unauffälligen Stelle testen!) und spülst anschließend alles mit warmem Wasser heraus.

Harzflecken sind hartnäckig und brauchen oft chemische Fleckentferner (einwirken lassen, abtupfen, wiederholen). Harz ist alkohollöslich, daher helfen Lösungsmittel wie Alkohol oder Spiritus – allerdings nur auf unempfindlichen Materialien. Dafür tränkst Du ein Tuch mit Alkohol und tupfst den Fleck ab,
bis sich das Harz löst. Empfindliche Membran Bekleidung steckst Du am besten in einer Plastiktüte in die Gefriertruhe. Danach lässt sich das hart gewordene Harz meist gut abkratzen oder per Klebeband abziehen. Wenn Reste übrigbleiben, legst Du je ein Löschpapier unter und über den Harzfleck erwärmst die Stelle
vorsichtig mit dem Bügeleisen (nicht erhitzen!). Auch mit Speise-, Babyöl oder Butter kann Harz an Händen und in Haaren ‚massiert‘ und so schonend beseitigt werden. Tipp: Frische Harzflecken lassen sich leichter entfernen als alte. Egal, welches Lösungsmittel Du verwendest: Mache immer zuerst an einer unauffälligen
Stelle des Textils die Probe. Verbleibende Flecken kannst Du vor dem Waschen mit Spülmittel oder Gallseife behandeln.

Blut, Milch & Schweiß entfernen
Backpulver ist einer der Geheimtipps bei der Fleckenentfernung – nicht nur für Outdoor-Bekleidung!
Blutflecken oder auch eiweißhaltige Milch wäschst Du am besten sofort mit (eis-)kaltem Wasser heraus. Warmes oder heißes Wasser lässt das im Blut enthaltene Eiweiß (Hämoglobin) gerinnen, das sich dabei kaum wieder lösbar mit den Textilfasern verbindet. Gut klappt es mit kaltem Wasser und viel Salz: Dafür löst Du etwa 5 Esslöffel Salz in einem Liter Wasser auf, der Einweichprozess kann durchaus auch mehrere Stunden dauern. Bewährt haben sich auch Kernseife, Zitronensaft oder Backpulver beziehungsweise Natron. Ist das Blut bereits angetrocknet, spülst Du es mit kaltem Wasser aus und trägst anschließend eine Paste aus Wasser und Natron/Backpulver oder Salz/Zitronensaft auf das Textil auf. Lasse das Ganze mehrere Stunden einwirken. Alternativ erzielst Du auch mit Einweichen über Nacht in Cola mit anschließender Maschinenwäsche gute Ergebnisse.

Schweißflecken sind gerade nach anstrengenden Touren nicht nur im Sommer ein großes Thema. Einen zusätzlichen Tipp: Vermeide am besten Deos mit Aluminium.
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Stockflecken sind undankbar und kaum zu entfernen. Und doch gibt es Erfolge: Nach gründlicher Vorreinigung bürstest Du die betroffenen Stellen entweder mit einer Spiritus-Wasser-Mischung oder Orangensäure aus. 
Auch Buttermilch oder saure Milch gilt bei frischen Stockflecken auf Zeltwänden oder auch Wäsche als bewährtes Hausmittel. Für kleinere Stock- oder Schimmelflecken gibt es Anti-Schimmel-Sprays, die zwar wirksam, aber nicht besonders umweltfreundlich sind. Behandelte Stellen solltest Du unbedingt nachimprägnieren.

Rost, Fett, Schmiere & Deo entfernen
Rostflecken lassen sich selten vollständig entfernen. Wiederholtes Beträufeln mit einem Mix aus Zitronensaft, Wasser und etwas Salz oder das Bedecken mit Backpulver plus ein wenig Wasser zum Aufschäumen lässt den Fleck nach 60 Min. Einwirkzeit jedoch weitgehend verblassen. Versuche es mit abgekochtem, kaltem Wasser, Alkohol und Essig oder Essigessenz und lasse das Textil darin zehn Minuten einwirken. Das wiederholst Du so lange, bis der Fleck fast oder ganz verschwunden ist. Anschließend kannst Du das Textil normal waschen. Unverdünnt eingeriebene Zahnpasta kann bei weißen Kleidungsstücken helfen, die für die Waschmaschine geeignet sind. Nach circa 12 Stunden Einwirkzeit kannst Du die Zahnpasta mit klarem Wasser auswaschen.
Achtung: Zitrone und Essig können empfindliche und gefärbte Textilien angreifen.

Fettflecken (von der Brotzeit) tupfst Du bei frischen Flecken vorab mit Küchenkrepp oder einem Taschentuch ab. Dann befeuchtest Du das Textil mit warmem Wasser und Geschirrspülmittel (starker Fettlöser) oder Gall-/ Kernseife, bis es schäumt. Lass die Mischung vor dem Auswaschen einige Minuten einwirken.
Fett kannst Du auch mit aufgestreutem Mehl beziehungsweise Stärkemehl vorsichtig massieren. Dann lässt Du alles ein paar Minuten einwirken, saugst oder/und bürstest aus und wäschst die Wäsche anschließend in der Waschmaschine. Bei Bedarf den Vorgang öfter wiederholen.

Schmiere auf der Membranjacke? Fleckentferner und Bleiche schädigen die Membrane. Befeuchte daher lieber den Fleck zuerst mit Wasser und arbeite Gallseife oder flüssiges Waschmittel mit einer weichen Bürste (keine Wurzelbürste) oder einem Lappen ein. Anschließend: Ausspülen, bei Bedarf wiederholen. 
Ist der Fleck verschwunden, lässt Du die Jacke an der Luft trocknen und danach imprägnieren

Deoflecken zeigen sich als weiße, gelblich-braune und klebrige Verfärbungen oft auch noch nach dem Waschgang. Gegen sie hilft eine Vorbehandlung mit einem Waschkraftverstärker. Immer noch sichtbar? Dann helfen handelsübliche Deoflecken-, Rostentferner oder eine Zitronensäure-Lösung mit anschließender Wäsche.

Fahrrad-Kettenöl aus Kleidung entfernen
Schnell ist es passiert: Öl von der Kette hängt am Hosenbein oder am Jackenärmel. Der schwarze Fleck ist ärgerlich.

Ölflecken entfernen mit Hausmitteln
Butter oder Margarine. Da sich Butter und Margarine mit dem Öl verbinden, lässt sich das Öl besser entfernen. Also am besten Butter oder Margarine auf diesen fleck dick auftragen, teilweise wird sogar geraten, die Margarine mit einem Fön zum Schmelzen zu bringen. Anschließend nehmen Sie die Margarine-Öl-Mischung mit einem alten Tuch auf – und dann in die Waschmaschine damit und es wird dort so heiß wie möglich gewaschen (Waschetikett beachten).
Gallseife oder Spülmittel ist ein weiteres Hausmittel. Man trägt diese Seife, die in jeder Drogerie erhältlich ist, auf den Fleck auf und muss nur etwas Geduld mitbringen. Einige Stunden sollte man die Seife aber schon einwirken lassen, bevor man sie mit klarem Wasser ausspült.
Eine andere Variante ist der Einsatz von Backpulver. Damit einfach den Ölfleck bestreuen – das Puder kann das Öl absaugen, das noch nicht fest ins Textil eingezogen ist. Babypuder und Mehl wirken ähnlich.

Was Sie beim Einsatz der Mittel unbedingt beachten müssen: Funktionskleidung, wie sie beim Sport und beim Pendeln häufig getragen wird, reagiert auf manche Mittel empfindlich und kann die entsprechenden Funktionseigenschaften verlieren. Der wichtigste Tipp bei solchen Behandlungen lautet: Das gewählte Mittel
am besten zuvor an wenig sichtbaren Stelle des Kleidungsstücks darauf austesten, ob nicht etwa neben dem Ölfleck auch die Farbe verschwindet. 

Wichtig!!! So schnell wie möglich waschen. Denn je mehr Zeit verstreicht, umso schwieriger wird es, den Fleck spurlos zu entfernen.


 

 

 

Membrane- das Wunderkind