Die Sache mit der Daune...

Die Sache mit der Daune…

 

Daunenjacken bieten so viele Vorteile. Sie isolieren, sehen (bei uns 😉 ) gut aus, halten warm, usw.

Aber warum ist das so?

Die Daune hat eine natürliche Ölschicht, die es das aufplustern möglich macht und somit die Isolierung gewährleistet. Verschmutzte Daunen verlieren diese Fähigkeit und können sich dadurch nicht voll entfalten. Ist das passiert, verlieren deine Daunenprodukte ihre wärmende Funktion.

Um die Daune wieder auf Vordermann zu bringen, ab in die Wäsche!

Das dir das nicht auch so eine Horrorgeschichte passiert wie man oft hört von Modergeruch, verklumpten Daunen und der ersten als letzte Wäsche, kommen nun Infos die dir helfen lange Freude an deinem Daunenprodukt zu haben.

Vor der Wäsche

Bitte lies dir die Waschanleitung gut durch, gerade bei Imprägnierten/ Wasserdichten Produkten sollte man wirklich nur im äußersten Notfall Waschen, um die Imprägnierung nicht zu schädigen.

Wird nicht explizit darauf hingewiesen dies nicht zu Waschen, gut… dann geht’s jetzt los.

Achte darauf, dass alle Klettverschlüsse, Reißverschlüsse und Knöpfe geöffnet sind, auch Gummizüge sollten gelockert sein. Um gerade die verschmutzte Innenseite sauber zu bekommen, alles einmal auf links drehen. Gallseife heißt das Wundermittel, wenn es besondere Flecken geht.

Wir haben ja schon über das Öl der Daune gesprochen, dies kann man nur erhalten in dem man Daunenwaschmittel verwendet. Weichspüler und normale Waschmittel entziehen dies und die Daune verliert Ihre isolierende Wirkung.

Die Wäsche selbst

Die Daune mag Platz, also bitte jedes Produkt einzeln Waschen.

Also Programm empfehlen wir dir den Fein -oder Wollwaschgang, denn das zwischen schleudern mag die Daune. Wer seine Daune besonders mag, hängt noch einen reinen Spülgang hintendran um alle evtl. Waschmittelreste zu beseitigen.

Für die Mutigen unter euch- die Handwäsche

Wir benötigen hierfür:

Eine Badewanne ( falls nicht zur Hand, kann es ein böses Ausmaß nehmen )

Daunenwaschmittel

Zeit

und im besten Fall eine Ausbildung zur Ayurvedamassage

Die Wanne mit handwarmem Wasser befüllen ( so +/- 40°) die Jacke mit dem Daunenwaschmittel ca. 1 Stunde einweichen und anschließend durch mehrfaches spülen ( in dem Fall- mehr = mehr)  und leichtes ausdrücken die Jacke wieder davon befreien. Bitte bitte nicht auswringen, dass mag Sie gar nicht. Wie du merkst erfordert das sehr viel Geduld und Zeit, wer das nicht hat, lieber eine große Waschmaschine organisieren.

Das Trocknen

Das umladen in den Trockner ist schon die erste Schwierigkeit. Versuche bitte die Daune waagerecht zu halten um die empfindlichen Kammerwände mit der nassen Daune nicht zu beschädigen und diese dann verrutschen.

Im Trockner angekommen, diesen auf max. 30° stellen und zur Daune 3-4 ( saubere!) Tennisbälle.

Nach 30-60 min das erste Mal rausnehmen, auskühlen lassen und kräftig durchschütteln, dann das ganze wiederholen.

Merke: ist die Jacke nicht 100% trocken, kann es anfangen modrig zu riechen. Also lieber 1x mehr sonst war alles umsonst!

Für alle die den Weg als Ziel sehen…

Ein trocknen ohne Trockner ist möglich, aber bitte nur für Menschen mit Nerven aus Stahl.

Für die Zeitplanung sollte erwähnt sein, dass die Daune ( je nach Größe und Gramm) bis zu 10 Tage Zuwendung benötigt für die absolute Trockenheit.

  • Gut beraten seid Ihr deshalb mit einer Flasche des Lieblingswein bei Freunden aufzutauchen -

Wer es trotzdem versuchen möchte, bleibt dran.

Tag 1 die frische Daune auf einen Wäscheständer LEGEN, alle 2 Stunden wird diese nun kräftig ausgeschüttelt

Ab Tag 2 ( also wenn sie schon etwas Trockener ist) können die Abstände verlängert werden, dies geht dann noch 5 weitere Tage so.

Lieber einen Tag mehr als zu wenig, wird sie nicht ganz trocken, läufst du Gefahr von gammeligen, schimmeligen Daunen.